Nach einem halben Jahr, das Philipp hier war, hieß es also für ihn Abschied nehmen. Josefine war ja schon seit ca. 4 Wochen in Quito, um dort im Krankenhaus ein Praktikum zu machen (davor war sie ca. 5 Monate im Projekt) und sie ist also für ein paar Tage wieder gekommen um mit Philipp zusammen Abschied zu feiern.
Am gleichen Tag wurde auch noch Alexandras Tochter ThaÃz ein Jahr alt, was hier in Ecuador ein ganz wichtiger Geburtstag ist.
Nur leider war sie krank und konnte so nicht wirklich an ihrem eigenen Geburtstag teilnehmen...
Wir haben also ein großes Fest im neuen Haus gemacht. Wir hatten zwei große Torten und lauter Leute sind auch aus dem Dorf gekommen. Natürlich gab es viele Reden und die Tränen sind bei dem Einem oder Anderem geflossen. Aber wir wollten natürlich kein trauriges Fest draus machen, sondern schön und ausgelassen feiern. So haben wir also viel getanzt und gegessen und um 1 Uhr wollte ich mich dann endlich schlafen legen (am nächsten Tag sind wir ja nach Dogola gegangen). Also war ich oben in meinem Zimmer, habe meine Zähne geputzt und da höre ich von unten doch tatsaechlich Michael Jackson. Ich also sofort wieder runter und wir Freiwilligen haben nur noch gesponnen. Wir Mädels haben völlig verrückt getanzt und die Jungs aus dem Dorf haben uns ganz erstaunt zugeschaut. Also haben wir sie dazu genötigt mitzutanzen und wie sie dann getanzt haben, ich muss jetzt schon wieder lachen. Sie hatten den moonwalk perfekt drauf und haben ohne Hemmungen mit uns völlig verrückt getanzt und sind endlich mal von ihrem völlig langweiligen Cumbiatanz abgekommen, der ja sonst immer auf den Festen getanzt wird. Hat uns auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und die Jungs durften sich nicht mehr setzten sondern mussten die ganze Zeit mit uns tanzen. Ich glaube sie haben uns Freiwillige noch nie so erlebt, aber ich mein, es war ja auch Musik von Michael Jackson.
So ist nun also Josefines und Philipps Zeit hier vorbeigegangen. Mir hat es natürlich das Herz gebrochen, sie am nächsten Tag zur ranchera zu bringen. Sie sind mir hier doch sehr wichtige Freunde geworden und der Austausch mit Deutschen (Oh Entschuldigung Philipp, natürlicher der Austausch mit einer Deutschen und einem Österreicher) auf meiner Sprache war mir immer sehr wichtig. Aber das Leben im subcentro geht weiter, wenn es jetzt auch ein bisschen anders ist.