Direkt ein Tag, nachdem wir von Dogola zurück waren sind Julie und ich also nach Quito um dort Josefine zu besuchen und ich musste noch ein paar Sachen erledigen.
Der erste Tag war für mich erstmal ein Schock. Von Dogola, wo es kein Auto gibt, kein Strom, kein fließend Wasser und kaum Menschen in so eine Großstadt. Ich war erstmal ziemlich überfordert und total überdreht. Aber am nächsten Tag konnte ich es schon wieder richtig genießen. Pizza, warmes Wasser, Waschmaschine, Taxi. Aber es war sowas von kalt in Quito, darauf waren Julie und ich gar nicht eingestellt, nachts mit drei Decken schlafen zu müssen und einem dicken Wollpullover.
Also wir haben zwei Tage das Leben in der Stadt genossen um dann wieder in den Dschungel zu gehen. Diesmal aber in den Orient und mit einer Touristentour. Wir sind also die ganze Nacht von Donnerstag auf Freitag 12 Stunden lang durchgefahren, nur an einem Ort rauszukommen, der eigentlich so war wie Dogola, zumindest der Dschungel. Es war schon ganz schön. Man musste erstmal 2 Stunden mit einem Kanu durch den Dschungel fahren um bei unserer Unterkunft anzukommen, aber der Dschungel selbst war echt nicht so spektakulär. Und dann mit so vielen Touristen und fast nur Deutsche, ich konnte damit erstmal gar nichts richtig anfangen. Das war echt so das Gegenteil von dem was ich in Dogola erlebt hatt. Bei dieser Dschungeltour, wo die Touristen mit ihrem Ausrüstung und Dschungelhose rumgelaufen sind und sich wie die großen Abenteurer vorgekommen sind und die Einheimischen waren keine Freunde von uns, sondern sie haben einfach für uns gearbeitet. Aber es war auf alle Fälle ein schöner Ausflug und ich konnte mal richtig entspannen. Wir haben geangelt (also ich nicht) und viel gebadet und zwei Touren durch den Dschungel gemacht. Naja, Julie, Josefine und ich kennen uns ja schon mit Matsch aus, aber die Anderen. Wir mussten mal ca. 20 Meter durch den Matsch, und dazu noch absolut flüssiger Matsch und meistens nur knöcheltief und da kommt man echt sehr leicht durch, nun gut, das Geschrei war groß und bis wir da alle durch gekommen sind hat es ewig gedauert. Julie und ich haben uns nur angeschaut und das Selbe gedacht. Aber ich will ja auch nicht wissen, wie ich mich angestellt hätte, wenn ich das erstemal durch den Schlamm gemusst hätte. Am nächsten Tag hat sich dann aber ein Mädchen doch tatsaechlich ihre Dschungelhose geputzt, weil ein paar Dreckspritzer drauf waren und da mussten Julie und ich schon etwas lachen. Aber ich will den Trip auch nicht schlecht machen, es war wirklich schön und erholsam und vor allem war ein schwäbisches Pärchen dabei, die sogar meinen Ort kennen. Und die haben geschwäbelt, was das Zeug hält und ich habe es in vollen Zügen genossen, richtig breites wunderbares Schwäbisch. Ich habe meins ja leider hier völlig verlernt. (Ich wurde hier doch tatsaechlich mal gefragt, ob ich aus Norddeutschland komme, weil ich so ein klares Deutsch habe. Hilfe, nein!!!). Also hat sich von dem her schon der Trip gelohnt und ich hab mich wie blöde gefreut, als ich plötzlich anstatt eines klarem Danke eine wunderbar schwäbisches Daange gesagt habe....
Am Sonntag ging es dann also wieder zurück nach Quito. Und am Montag haben wir Josefines Abschied mit all ihren Freunden in Quito gefeiert. War total schön und für Josefine auch noch ein schöner Abschied von Quito. Am Mittwoch ging es dann wieder zurück nach La Y. Nachdem ich zwei Wochen nicht mehr dort war wollte ich nun richtig schön arbeiten und hatte sehr viele Pläne, aber am
Donnerstag, 21.Februar.2008
hab ich mir doch tatsaechlich die Nase gebrochen.