Wie ich schon oft erwähnt habe, wir stecken mitten im Winter und das bedeutet, mitten in der Regenzeit. Und das hat natürlich ganz schöne Auswirkungen auf unser tägliches Leben. Nicht nur, dass wir jetzt die ganze Zeit mit Stiefeln rumstapfen müssen, sondern jetzt fängt auch alles richtig an zu schimmeln. Und ich meine wirklich alles. Das fängt bei Schmuck an, dann Klamotten, mein Reisepass, Handtücher, teilweise meine Medizin, etc. An allem hängt immer ein muffliger Geruch und alles ist feucht. Zu waschen ist jetzt echt furchtbar, weil einfach nichts mehr trocken wird. Aber manchmal kommt die Sonne raus. Richtig stark und das geniessen wir dann in vollen Zügen. Kurz darauf kann es dann aber wieder richtig anfangen zu schütten. Das Erstaunliche daran ist, dass ich aber nie meine Regenjacke benutzen muss. Der Regen ist ganz angenehm und es ist ja immer warm. Und es ist wirklich schön im Dorf, wenn es richtig schüttet. Dann fliessen durchs ganze Dorf kleine Bäche. Aber einen Berg hochzukommen ist wirklich eine Herausforderung, zum Beispiel zur biblioteca, das ist einfach nur gefährlich und eine einzige Rutschpartie. Unser neuer Arzt aus Deutschland hat gemeint hier könnte man ja “Schlammski” fahren.
Um nach Quininde zu kommen fährt man ja auch durch die Pampa und man muss auch einen Fluss durchqueren und manchmal fahren dann keine rancheras, wenn der Fluss zu hoch ist. Das ist dann wirklich ungeschickt. Meistens fahren dann camionetas. Die Eine fährt bis zum Fluss und die Andere wartet auf der anderen Seite und man muss über einen Baustamm laufen um den Fluss zu überqueren. Mir ist das zum Glück noch nie passiert, bei mir sind bisher immer rancheras gefahren.
Aber der Regen hat auch echt seine Vorteile. Wir haben jetzt zum Beispiel immer fliessend Wasser, weil unser Tank ja immer vollgeregnet wird, und das ist echt gut.